Erotische Literatur aus dem Hause ERGO

Noch vor wenigen Monaten galten Versicherungsmanager in Deutschland als bieder und langweilig. Niemand hätte sie mit Sex in Verbindung gebracht. Der Skandal um die Hamburg-Mannheimer Versicherungen (heute ERGO) hat uns jedoch eines Besseren belehrt: von Orgien, Prostituierten und Swingerclub-Reisen ist nunmehr die Rede. Und man möchte gar nicht wissen, was noch alles ans Tageslicht kommt. Oder etwa doch?

Das Handelsblatt hat nun auf seiner iPad-App den Konzernrevisionsbericht der ERGO zum Download bereit gestellt. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, ist man bei dem Versicherungskonzern not amused und möchte die Bereitstellung des Downloads verhindern, notfalls auch gerichtlich. Dabei beruft man sich ausgerechnet auf urheberrechtliche Ansprüche.

Was sich zunächst anhören mag als habe der Verantwortliche bei der ERGO zu viel Viagra konsumiert, wäre theoretisch sogar möglich, denn es ist in der Rechtsprechung allgemein anerkannt, dass auch Schriftgut, welches vornehmlich Gebrauchszwecken dient (zum Beispiel Bedienungsanleitungen und technische Regelwerke) als Sprachwerk im Sinne von § 2 UrhG eingeordnet werden kann ...

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  • Rechtsstreit mit Zeitung – Urheberrecht auf Sex-Reisen

    sueddeutsche.de - 9 Leser - Sind interne Ermittlungsberichte urheberrechtlich schützenswerte Werke? Ja, sagt die Ergo-Versicherung - zumindest wenn es darin um Bordellbesuche ihrer Mitarbeiter geht. Der Konzern droht dem "Handelsblatt" deshalb mit einer Klage.

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