Beschwer des Versorgungsträgers im Versorgungsausgleich

Der Versorgungsträger ist im Versorgungsausgleich beschwert, wenn ein – aus zwei Teilversicherungen zusammengesetztes – einheitliches Versorgungsanrecht nicht einheitlich ausgeglichen wird.

Eine Beschwer liegt bereits dann vor, wenn in eine Rechtsstellung eingegriffen wird, indem deren Ausübung gestört oder erschwert wird.

Im hier entschiedenen Fall besteht bei der Beschwerdeführerin ein sich aus zwei Teilversicherungen zusammensetzendes – einheitliches – Versorgungsanrecht, welches auch in einheitlicher Weise auszugleichen ist. Das Familiengericht hat über dieses Anrecht wegen der unvollständigen Auskunft nicht vollständig entschieden, sondern nur über einen nicht abtrennbaren Teil davon, während über den „vergessenen“ Anteil keine Entscheidung vorliegt.

Durch die angefochtene Entscheidung wird die Beschwerdeführerin möglicherweise gezwungen, das einheitliche Versorgungsanrecht uneinheitlich zu behandeln. Denn während hinsichtlich eines Teils der Nichtausgleich gemäß § 18 Abs. 2 VersAusglG angeordnet wurde, droht hinsichtlich des „vergessenen“ Teils ein Wertausgleich nach der Scheidung gemäß §§ 20 ff. VersAusglG, der mit unmittelbaren Ansprüchen der Antragsgegnerin gegen die Beschwerdeführerin verbunden sein kann, vgl. § 25 Abs. 1 VersAusglG ...

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