Fahren ohne Fahrerlaubnis: Autofahrer trotz Fahrerlaubnis vor Gericht

Ein 60-jähriger Unternehmer aus Schwäbisch Hall musste sich vor dem Amtsgericht Halle wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis verantworten und das, obwohl er zum Tatzeitpunkt noch eine Fahrerlaubnis besaß. Ende 2011 wurde der Angeklagte wegen überhöhter Geschwindigkeit belangt und bekam neben einer Geldbuße auch ein Fahrverbot auferlegt. Er selbst hatte nun vier Monate Zeit, seinen Führerschein abzugeben. Am 9. März machte er sich daraufhin mit seinem Wagen auf dem Weg zum Ordnungsamt in Schwäbisch Hall und gab seinen Führerschein um 10:37 Uhr ab. Ab diesem Moment begann das Fahrverbot.

Zum Verhängnis wurde dem Mann, dass er am Morgen des 9. März von einem Polizeibeamten am Steuer gesehen wurde. Da der Polizist erfuhr, dass ein Fahrverbot seit dem 9. März läuft, hat er den Fahrer wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis angezeigt. Vor Gericht wurde nun festgestellt, dass der Mann selbstverständlich mit seinem Wagen zum Ordnungsamt fahren durfte. Erst ab 10:37 Uhr durfte er kein Fahrzeug mehr führen. Die Rückfahrt soll seine Frau übernommen haben. Gemeinsam mit seinem Strafverteidiger erreichte der Mann einen Freispruch vor dem Amtsgericht.

( Quelle: Südwest Presse, 04.09.2012 )

Autor des Beitrags ist Rechtsanwalt & Strafverteidiger Dr. Böttner, Anwaltskanzlei aus Hamburg und Neumünster. Weitere Gerichtsentscheidungen und allgemeine Informationen zum Strafrecht und der Strafverteidigung finden Sie auf der Kanzlei-Homepage ...

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