Bundeskartellamt durchkreuzt Fusion Klinikum Worms und Agaplesion Hochstift Krankenhaus für Qualitätswettbewerb

Das Bundeskartellamt hat dem Klinikum Worms untersagt, das ebenfalls in Worms gelegene Agaplesion Hochstift Krankenhaus zu erwerben. Durch die Fusion hätte das Klinikum Worms auf dem Markt für Akutkrankenhäuser in der Region Worms eine marktbeherrschende Stellung erlangt.

Mit der Fusionskontrolle auf den Krankenhausmärkten wolle man – so Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes - wettbewerbliche Strukturen zum Wohle des Patienten erhalten.

Gerade weil dieser Bereich spezifischer staatlicher Regulierung unterliegt und es nur wenig Preiswettbewerb gibt, sei es wichtig, Auswahlalternativen für die Patienten und damit den Qualitätswettbewerb zwischen den Krankenhäusern zu erhalten.“

Das Klinikum Worms (555 Betten) ist das größte Krankenhaus südlich von Mainz im Versorgungsgebiet Rheinhessen-Nahe. Es ist ein Krankenhaus der Schwerpunktversorgung mit neun Planabteilungen, einem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) und zusätzlichen Spezialzentren.

Das Hochstift in Worms (141 Betten) ist ein Krankenhaus der Grundversorgung mit sechs Abteilungen und gehört dem Hessischen Diakonieverein, der von der Agaplesion-Gruppe vor zwei Jahren übernommen wurde, die verschiedene Krankenhäuser vorwiegend in Hessen und in Rheinland-Pfalz betreibt.

Die Übernahme hätte nach Auffassung des Bundeskartellamts wettbewerbsbeschränkende Auswirkungen auf den Markt für Akutkrankenhäuser im Gebiet Worms. In diesem Marktraum gibt es neben den beiden Kliniken nur das St. Marienkrankenhaus in Lampertheim, das sich auf Geriatrie und Innere Medizin spezialisiert hat. Durch den Erwerb des benachbarten Hochstifts würde das Klinikum Worms zum mit Abstand stärksten Wettbewerber in der Region ...

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