Aus der Praxis: Die Geschichte von dem Zeugnis ohne “Geheimsprache”

In der Praxis zeigt sich leider, dass die Wertigkeit der Zeugnisse stark abgenommen hat. Häufig schreiben sich die Mitarbeiter nämlich die Zeugnisses selbst und bedienen sich dabei der vielen Bewerbungsratgeber auf dem Markt. Das führt zu chaotischen Verhältnissen, weil viele dieser „Ratgeber“, zwar vorgeben die sog. geheime Zeugnissprache entschlüsselt zu haben, sich aber in wesentlichen Teilen widersprechen. So z.B., ob die Formulierung “zu unserer vollsten Zufriedenheit” gegenüber “zu unserer vollen Zufriedenheit” schlechter oder besser zu bewerten ist.

Interessanterweise streiten sich die Arbeitsvertragparteien besonders gerne über das Zeugnis, obwohl dieses in der Einstellungspraxis immer mehr an Bedeutung verliert.

Der Fall: Eine junge Frau hat ein wenig schmeichelhaftes Zeugnis erhalten. Sie verlangt eine Zeugnisberichtigung, die ihr früherer Arbeitgeber ablehnt. Die Sache geht zu Gericht. Das Gericht weist den Arbeitgeber daraufhin, dass das Zeugnis nicht von dem geforderten “Wohlwollen” getragen sei und regt eine Zeugniskorrektur an ...

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