Meldegesetz: Massiver Datenhandel beschert Städten Millioneneinnahmen

Wie aus einer von Spiegel Online durchgeführten Untersuchung hervorgeht, ist der Handel mit Meldedaten für die Städte ein intensiv betriebenes und überaus ertragreiches Geschäft. So sollen 28 der einwohnerstärksten Städte Deutschlands im Jahr 2011 Einnahmen in Höhe von 12,1 Millionen Euro mit der Herausgabe von Meldedaten an Firmen und Privatpersonen generiert haben. Hierfür seien durch die Städte mehr als 4,5 Millionen Melderegisterdatensätze der Einwohner preisgegeben worden.

Neues Meldegesetz würde zu noch mehr Einnahmen führen

Wir berichteten im Juli bereits ausführlich über die Debatte im Zusammenhang mit dem umstrittenen neuen Meldegesetz, das dem Staat faktisch die Rolle eines kommerziellen Adresshändlers einräumt. Die nun von Spiegel Online veröffentlichten Zahlen machen das wirtschaftliche Interesse an der Praxis einer extensiven Herausgabe von Melderegisterdaten deutlich und lassen erahnen, wie sehr das neue Meldegesetz dieser Praxis zuträglich wäre.

Ergebnisse der Untersuchung

Konkret hat Spiegel Online von den 35 einwohnerstärksten Städten Deutschlands für die Jahre 2009 bis 2011 Auskünfte über den Umfang von Melderegisteranfragen und zum Gebührenumsatz eingeholt und ausgewertet ...

Zum vollständigen Artikel

  • Melderegister: Städte machen Millionen mit Datenhandel

    spiegel.de - 12 Leser - 4,5 Millionen Auskünfte, mehr als 12 Millionen Euro Umsatz im Jahr: SPIEGEL ONLINE hat untersucht, wie viele Einwohnerdaten die größten deutschen Städte verkaufen und was ihnen das einbringt. Die Bürger können sich kaum wehren.

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK