EU leitet Antidumpinguntersuchung zu Solarpaneelen aus China

Die Europäische Kommission hat am 6. September 2012 eine Antidumpinguntersuchung über Importe von Solarpaneelen und ihren Schlüsselkomponenten (Solarzellen und Solarwafer) mit Ursprung in China ein. Laut dem vom Branchenverband EU Pro Sun am 25. Juli 2012 vorgelegten Antrag sollen Solarpaneele und deren Schlüsselkomponenten aus China zu Preisen auf den europäischen Markt gelangen, die unter dem Marktwert liegen. Gemessen am Wert der Einfuhren handelt es sich um den bedeutendsten Antidumpingantrag, der je bei der Europäischen Kommission eingegangen ist: Im Jahr 2011 exportierte China Solarpaneele (inkl. Schlüsselkomponenten) im Wert von 21 Mrd. EUR in die EU. Die Untersuchung wird 15 Monate dauern, während die Möglichkeit besteht, nach neun Monaten vorläufige Antidumpingzölle einzuführen, sofern ausreichend Anscheinsbeweise zu Dumping vorliegen. momosu / pixelio.de Hintergundinformationen I. Rechtsgrundlage für das Handeln der Europäische Kommission Die Kommission ist rechtlich verpflichtet, eine Antidumpinguntersuchung einzuleiten, wenn ein Wirtschaftszweig der Union in einem begründeten Antrag Beweise dafür vorlegt, dass ausführende Hersteller aus einem oder mehreren Ländern eine bestimmte Ware zu gedumpten Preisen in die EU exportieren und damit den Wirtschaftszweig der Union schädigen. Einen derartigen Antrag auf Einleitung eines Antidumpingverfahrens stellte am 25. Juli EU Pro Sun, ein kürzlich gegründeter Branchenverband, dem über 20 europäische Hersteller von Solarpaneelen und ihren Schlüsselkomponenten angehören. Auf diese Unternehmen entfallen mehr als 25 % der EU-Produktion, und ihr Marktanteil ist größer als der Anteil der Hersteller, die gegen den Antrag sind. Diese beiden rechtlichen Voraussetzungen müssen gemäß der EU-Antidumping-Verordnung erfüllt sein, damit ein Antrag zulässig ist ...Zum vollständigen Artikel


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