Unisex kann teuer werden

Unisex kann teuer werden.

Die Frage ist:

Wen wird es treffen?

Ab 21. Dezember 2012 können für viele die Versicherungsverträge erheblich teurer werden.

Das ist der Stichtag, zu dem die Versicherungsunternehmen private Versicherungsverträge auf Unisex-Tarife umstellen müssen, d.h zu einheitlichen Beiträgen für Männer und Frauen.

Wird bei Versicherungen dann etwas günstiger? Weil ja zum Beispiel bisher Frauen in der privaten Krankenversicherung in der Regel mehr zahlen mussten, als Männer bei vergleichbaren übrigen Daten ?

( Ihre Hoffnung stirbt auch zuletzt, richtig? )

Nein, was dann passieren kann, ist vielmehr folgendes:

Frauen könnten beispielsweise für eine neu abgeschlossene Risikolebensversicherung Schätzungen zufolge höhere Prämien zwischen 30 und 50 Prozent aufwenden müssen.

Und Männer, die in eine private Krankenversicherung wechseln wollen, müssen sich auf einen Zuschlag u.U. von bis zu 35 Prozent einstellen.

Also anders gesagt: Dass Versicherer ihre Risiken nun geschlechtsneutral neu kalkulieren, führt dazu, dass die Kosten über männliche und weibliche Neukunden zu gleichen Teilen verteilt: In der Versicherungssparte, in der das jeweilige Geschlecht bislang wegen der “günstiger bewerteten” Risiken mit geringeren Prämien wegkam, ist nun mit höheren Beiträgen zu rechnen – und umgekehrt.

Sie sollten also zwar Ihre Versicherungstarife und -verträge und etwaige Angebote Ihrer eigenen bisherigen oder anderen Versicherungen durchaus prüfen – vor allem, wenn Ihre Versicherung Ihnen schreibt, dass es sinnvoll sei, Änderungen vorzunehmen.

Aber Sie sollten keine übereilten schnellen Änderungen abschliessen oder sich dazu drängen lassen, sondern genau Ihren konkreten Versicherungsbedarf prüfen und entscheiden, ob und welche Änderung oder Ergänzung sinnvoll ist.

Im Zweifel und unter Umständen kann es lohnen, auch einmal Ihren Anwalt fragen ...

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