Umsonst ist nur der Tod: Mehrarbeit muss in der Regel vergütet werden

Das Bundesarbeitsgericht hat in einer aktuellen Entscheidung noch einmal bestätigt, dass eine formularmäßig vereinbarte pauschale Abgeltung von Mehrarbeitsvergütung wegen Verstoßes gegen § 307 Abs 1 BGB immer dann unwirksam ist, wenn der Umfang der Überstunden nicht begrenzt ist. Im entschiedenen Fall ging es um einen Lagerleiter, der zu einem monatlichen Bruttoentgelt von 1.800,00 Euro einer Spedition tätig war. Im Arbeitsvertrag hatten die Parteien eine wöchentliche Arbeitszeit von 42 Stunden vereinbart. Bei betrieblichem Erfordernis sollte der Kläger ohne besondere Vergütung zu Mehrarbeit verpflichtet sein. Nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses verlangte der Arbeiter Vergütung für insgesamt 968 in den Jahren 2006 bis 2008 geleistete Überstunden.

Das Arbeitsgericht hatte die Klage zunächst abgewiesen ...

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