Risiken für Steuerberater bei Überschuldung der GmbH

Die Risiken im Zusammenhang mit der GmbH in der Krise waren für den Geschäftsführer einer GmbH schon immer vergleichsweise hoch und werden in der Praxis oft unterschätzt. Doch eine GmbH in der Krise birgt nicht nur für den oder die Geschäftsführer Gefahren in sich, sondern auch für den Steuerberater, der den Auftrag hat, die laufende Buchführung und die Jahresabschlüsse der GmbH zu erstellen. Es werden zunehmend Fälle bekannt, in denen die Insolvenzverwalter nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens versuchen, Ansprüche gegen die Steuerberater bzw. deren Haftpflichtversicherung geltend zu machen, die aus einem Fehlverhalten in der Beratung der GmbH bzw. des Geschäftsführers resultieren sollen.

In sehr vielen Fällen ist es nicht die endgültige Zahlungsunfähigkeit einer GmbH, die als Insolvenzgrund im Vordergrund steht, sondern die Überschuldung der Gesellschaft, die meist deutlich früher eintritt als die Zahlungsunfähigkeit. Auch davor lassen sich schon unterschiedliche Phasen unterscheiden, die letztendlich zur Überschuldung und Insolvenz einer GmbH geführt haben. Sobald jedoch die Überschuldung einer GmbH einmal eingetreten ist, bleibt dem Geschäftsführer nur noch wenig Zeit, entsprechende Schritte einzuleiten, um die Misere aus der Welt zu schaffen. Das Pflichtenspektrum des Geschäftsführers einer GmbH in der Krise ist ohnehin schon anspruchsvoll, steigert sich aber nochmals erheblich bei Eintritt der Überschuldung. Beim Gesellschafter-Geschäftsführer kommt noch erschwerend hinzu, daß er sein Lebenswerk oft mit allen Mitteln und Wegen zu retten versucht.

Wird die Insolvenzantragspflicht im Falle der Verschuldung durch den Geschäftsführer verletzt, stehen schnell Schadenersatzansprüche der GmbH und der Gläubiger im Raum, die durch die Insolvenzverwalter geltend gemacht werden können ...

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