ÄK Saarland: Jahresbericht 2011 der Gutachterkommission für Fragen ärztlicher Haftpflicht

Die Ärztekammer Saarland teilt zum Jahresbericht 2011 mit, dass die Gutachterkommission für Fragen ärztlicher Haftpflicht “auch im vergangenen Jahr wiederum unter Beweis gestellt habe, dass sie ein Garant für Objektivität bei der Beurteilung von vermeintlichen Behandlungsfehlern” sei.

Die Unvoreingenommenheit der Gutachterkommission kennzeichne sich dadurch, dass sie keine Abteilung der Ärztekammer, sondern eine eigenständige Einrichtung mit eigener Satzung sei und von einem erfahrenen Juristen geleitet werde. Zum Bericht selbst gibt sie folgende Zahlen für 2011 bekannt:

“Die Gesamtzahl der im Jahr 2011 gestellten Anträge belief sich auf 111, gegenüber dem Vorjahr (100 Anträge) hat sie um 11 % zugenommen. 2009 lag die Zahl der Anträge bei 123.

Die Anzahl aller Sachentscheidungen, bei denen ein Gutachten erstellt worden ist, betrug 67 (2010/82). Davon entfielen 73,9 % auf den stationären Bereich. Die Orthopädie war mit 24, 6 % das Fachgebiet mit der größten Anzahl an Anträgen. Von den 67 Sachentscheidungen wurde in 18 Fällen ein Behandlungsfehler bejaht, in 49 Fällen der Behandlungsfehler verneint In 26,8 % der Sachentscheidungen wurde demnach dem Antrag des Patienten auf Feststellung eines Behandlungsfehlers entsprochen. Bundesweit lag diese Quote im Jahr 2011 bei 30 %.”

Insgesamt betrachtet sei die Zahl von 111 gestellten Anträgen – bei über 4.300 berufstätigen Ärzten und bis zu 20.000 Behandlungsfällen pro Tag – erfreulich niedrig”.

Jahresbericht 2011 der Gutachterkommission für Fragen ärztlicher Haftpflicht

Zu den Zahlen festgestellter Fälle von Behandlungsfehlern weist allerdings zu Recht zum Thema

Ärztepfusch nimmt zu -Gutachter weisen 4070 Behandlungsfehler nach

darauf hin, dass u.a ...

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