Jobcenter: Ehemalige Mitarbeiter sollen mindestens 600.000 Euro veruntreut haben

Vier Angeklagte müssen sich wegen Untreue vor der großen Strafkammer des Landgerichts Hagen verantworten. Zwischen 600.000 und 700.000 Euro sollen zwei der Angeklagten als ehemalige Mitarbeiter des Jobcenters veruntreut haben. Das Geld stammt aus Mitteln, die ursprünglich als Zuschüsse bezahlt werden, wenn Unternehmen sogenannte Langzeitarbeitslose beschäftigen. Während die beiden Hauptangeklagten die Gelder in mindestens 400 Fällen unberechtigt angewiesen haben sollen, werden die anderen beiden Angeklagten der Beihilfe bezichtigt. Sie sollen die Bankkonten, auf denen das Geld einging, zur Verfügung gestellt haben.

Der Behördenleiter soll bei seiner Vernehmung ausgesagt haben, dass dank eines neuen Computerprogramms die Mitarbeiter seit Anfang 2009 die Möglichkeit hätten, selbstständig die Bankverbindungen zu verändern. Da es keinen Anlass für Stichproben gab, konnten die Angestellte auf diese Weise über einen längeren Zeitraum unbehindert Gelder anweisen.

( Quelle: Westdeutsche Zeitung, 01.09.2012 )

Autor des Beitrags ist Rechtsanwalt & Strafverteidiger Dr. Böttner, Anwaltskanzlei aus Hamburg und Neumünster. Weitere Gerichtsentscheidungen und allgemeine Informationen zum Strafrecht und der Strafverteidigung finden Sie auf der Kanzlei-Homepage.

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