Haftung bei Bergtouren und Bergunfällen

In den letzten Monaten ist es zu zahlreichen Unfällen in den Alpen bei der Ausübung des Bergsports gekommen. Wanderer, Bergsteiger, Hochtourengeher und auch Kletterer und Klettersteiggeher sind zum Teil tödlich verunfallt.

In rechtlicher Hinsicht stellt sich im Falle eines Bergunfalls im Nachgang meist die Frage, ob der Verunglückte durch Eigenverschulden zu Schaden kam oder ob möglicherweise ein Dritter für den Schaden einzustehen hat.

Die Frage der Haftung für Unglücke und Schäden bei Bergtouren hängt maßgeblich davon ab, wie die Tour organisiert war. Es wird dabei zwischen Gemeinschaftstouren und Führungstouren auf der einen Seite und Führern sowie Führern aus Gefälligkeit auf der anderen Seite unterschieden.

Gemeinschaftstouren

Um eine Gemeinschaftstour handelt es sich bei Unternehmungen, die ohne eine vorgegebene Führung stattfinden. Die Gruppe entscheidet gemeinsam. Das Ziel, die Wege, aber auch wesentliche Entscheidungen wie den Abbruch der Tour, die Festlegung von Führungs- und Schlussmann, Absprachen über Sammelpunkte oder Zwischenfälle – dies alles wird gemeinsam entschieden. Gemeinschaftstouren zeichnen sich zudem durch den Umstand aus, dass sich die Teilnehmer kennen und nicht der Allgemeinheit zugänglich sind.

Führungstour

Im Unterschied zur Gemeinschaftstour werden bei der Führungstour alle wesentlichen Entscheidungen vom sogenannten Führer übernommen. Er allein hat das Sagen über das komplette Geschehen der Gruppe und übernimmt auch die Verantwortung. Insbesondere informiert der Führer die Teilnehmer auch über die Schwierigkeiten und Gefahren der einzelnen Abschnitte einer Tour. Der Bergführer genießt das volle Vertrauen der Gruppe

Führer

Der Führer einer Bergtour trifft alle wichtigen Entscheidungen ...

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