Das abgelegte Fußballtor

Befindet sich ein Trainingstor in hinreichendem Abstand zum Spielfeldrand eines Fußballplatzes und ist als individuelles Hindernis gut zu erkennen, haftet der Fußballverein nicht wegen Verstoßes gegen die Verkehrssicherungspflicht, wenn sich ein gegnerischer Spieler während eines Spiels an dem Trainingstor verletzt.

So die Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz in dem hier vorliegenden Fall einer Klage wegen Schmerzensgeld aufgrund eines Kreuzbandrisses. Im September 2010 nahm der Kläger an einem Fußballspiel der Rheinlandliga teil. Seine Mannschaft war Gast auf dem Platz des beklagten Vereins. Der Kläger hat behauptet, er sei in einem Laufduell durch einen Rempler des gegnerischen Spielers aus dem Gleichgewicht geraten und gestürzt. Während des Spiels geriet er hinter die gegnerische Torauslinie, kollidierte mit einem liegenden, tragbaren Trainingstor und erlitt u.a. einen Kreuzbandriss. Nach Ansicht des beklagten Vereins hingegen sei der Kläger in einen langen Ball reingerutscht, der für ihn gedacht gewesen sei. In Folge der Spielsituation prallte der Kläger gegen ein Trainingstor, das sich in 4,50 m Abstand zum Spielfeldrand befand. Der Kunstrasenplatz reicht vor Ort 1,80 m über die Torauslinie, ehe sich eine 22 cm breite Steineinfassung und danach Wiese anschließt – auf dieser Wiese lag das Tor ...

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