Apotheker aufgepasst!

Der Bundesgerichtshof hat den Freispruch des Landgerichts München im sogenannten Münchener Apotheker-Fall aufgehoben. Nun muss sich erneut eine Wirtschaftsstrafkammer mit dem Fall befassen.

Folgender Fall: Ein Apotheker ließ in den Jahren 2006 und 2007 im Labor der von ihm geleiteten Apotheke auf Rezept Zytostatika-Lösungen auf der Basis des Fertigarzneimittels Gemzar zubereiten. Es gab bereits in Deutschland ein zugelassenes Medikament, auf dieses griff er aber nicht zu. Vielmehr verwendete er eine Herstellung, die obwohl stoffgleich, nur in einigen Staaten zugelassen ist. Der Angeklagte sparte durch den Einkauf des deutlich günstigeren Arzneimittels erhebliche Summen ein. Bei der Abrechnung legte er nicht offen, dass das von ihm verwendete Arzneimittel nicht zugelassen war. Der Apotheker rechnete „normal", also nach Listenpreis ab, was weder Patienten noch Kassen auffiel.

Das Landgericht hat dieses Vorgehen als straflos bewertet. Es habe eine selbst hergestellte Rezeptur bestanden, die zulassungsfrei in Verkehr gebracht worden sei ...

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