Wer beim Vorstellungsgespräch vorsätzlich falsche Angaben macht, riskiert nicht nur seinen Ruf, sondern auch seinen Job

Lügen haben ja bekanntlich kurze Beine und wer beim Vorstellungstermin lügt, der macht bald eine lange Nase. Natürlich schummeln wir alle ein bisschen beim Vorstellungsgespräch genauso wie bei einem ersten Date, aber wer dem Arbeitgeber oder seiner Verabredung eine handfeste Lüge auftischt und damit auffliegt, der bekommt auch noch nach Jahren richtig dicken Ärger. Nicht alle Fragen, die im Vorstellungsgespräch gestellt werden, sind zulässig, deshalb gibt es da so etwas wie das “Recht auf Lüge”, allerdings gilt das nur für sehr ausgesuchte Themen, wie z.B. die Frage nach einer Schwangerschaft, einer sexuellen Orientierung oder die Frage nach einer Partei- und/oder Gewerkschaftsmitgliedschaft. Ebenso wenig darf nach der Religionszugehörigkeit gefragt werden, es sei den der künftige Arbeitgeber ist ein sog. Tendenzbetrieb .

Auch die Frage danach, ob eine Schwerbehinderung vorliegt ist in der Regel unzulässig. Wenn eine Schwerbehinderung allerdings die Erfüllung der konkreten arbeitsvertraglichen Pflichten beeinträchtigen würde, darf danach gefragt werden. Der Bewerber darf also in einem solchen Fall nicht lügen.

Über einen Fall von besonders dreister Lügerei hatte jetzt das Landesarbeitsgericht Hessen zu entscheiden.

Der Fall: Im Vorstellungsgespräch wurde eine Bewerber ausdrücklich danach befragt, ob er als Frachtabfertiger gesundheitlich in der Lage ist Nacht- und Wechselschicht zu leisten. Dies bejahte der Bewerber zunächst gut gelaunt ...

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