Szenen aus dem Gerichtssaal XXII

Für meinen Mandanten hatte ich Widerspruch gegen eine einstweilige Verfügung eingelegt, die sein Vermieter gegen ihn erwirkt hatte. Der Gegner behauptete, daß mein Mandant nicht erreichbar gewesen sei. Es habe eine Gefahrenlage vorgelegen, so daß er sich über die einstweilige Verfügung Zutritt zu der Wohnung habe verschaffen müssen.

Obwohl der Vermieter in der Nähe der Mietwohnung wohnte und die Sache nicht so dringlich war, daß sie nicht einige Tage Zeit gehabt hätte, hatte der Vermieter nur versucht, meinen Mandanten telefonisch zu erreichen. Da mein Mandant seit geraumer Zeit über eine neue Telefonnummer verfügte, war dieser Versuch zum scheitern verurteilt.

Mein Mandant berief sich darauf, seinen Briefkasten täglich geleert zu haben. Sein Vermieter hätte ihn ohne weiteres durch einen Brief oder auch durch das Hinterlassen einer Notiz an der Haustür benachrichtigen können.

In der folgenden Verhandlung wies das Gericht darauf hin, daß der Widerspruch gegen die einstweilige Verfügung voraussichtlich begründet sei ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK