Extra-Urlaub für besonders fleißigen Betriebsrat?

Ist ein Betriebsratsmitglied auch während seines Urlaubs für sein Amt aktiv, sind die Urlaubstage trotzdem verbraucht. Der Arbeitgeber muss für die wahrgenommene Betriebsratstätigkeit keinen erneuten Urlaub gewähren, entschied das Arbeitsgericht Cottbus in einem jetzt veröffentlichten Urteil vom 15.08.2012 (AZ: 2 Ca 147/12). Denn die freiwillige Betriebsratstätigkeit unterbricht den gewährten Urlaub nicht, stellten die Cottbuser Richter klar.

Geklagt hatte ein Fahrer eines Nahverkehrsbetriebes im Land Brandenburg. Der Mann, der im Unternehmen das Amt des Stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden innehatte, nahm vom 21. bis zum 25.03.2011 seinen regulären Erholungsurlaub. Doch am 21.03.2011 wurde noch eine Betriebsratssitzung durchgeführt, an der der Fahrer unbedingt teilnehmen wollte.

Er informierte dazu vorab den Konzernbetriebsratsvorsitzenden und trat seinen Urlaub erst einen Tag später an. Vom Arbeitgeber verlangte er nun einen weiteren Urlaubstag. Er habe seinen Urlaub ja wegen der dringenden Betriebsratstätigkeit erst verspätet antreten können. Mit der Ausübung der ehrenamtlichen betriebsbedingten Tätigkeit sei der Urlaub unterbrochen worden ...

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