Aus der Praxis: Der Trinker, der alkoholkrank war, aber partout nicht sein wollte

Oft wünscht man sich, man wäre nicht nur Berater bzw. juristischer Begleiter eines Mandanten, sondern eher so etwas wie ein Hüter oder sogar Beschützer.

Von dem Fall des Mannes, der sich nahezu täglich sinnlos betrunken hat und dabei konsequent sein Problem ignorierte, soll hier berichtet werden.

Der als Lagerist arbeitenden Mann trank regelmäßig, auch während der Arbeitszeit, größere Mengen Alkohol. Im alkoholisierten Zustand stellte der Mann immer und immer wieder eine Gefahr für sich, für andere Arbeitnehmer und auch für das Firmeneigentum dar. Unzählige Mal wurde er frühzeitig nach Hause geschickt und und erhielt für diese Zeit keinen Lohn. Zudem hatte er bereits einige Abmahnungen erhalten.

Obwohl die Geduld des Arbeitgeber bereits längst überstrapaziert war, behielt dieser doch über einen ungewöhnlich langen Zeitraum die Nerven. Wohl wissend, dass fristlose Kündigungen bei alkoholkranken Mitarbeitern ein längeres Prozedere erfordert, in dessen Verlauf u.a. auch eine Entziehungskur angeboten werden muss, ging der Arbeitgeber immer wieder mit diversen Hilfsangeboten auf den Mitarbeiter zu.

Der Arbeitgeber erwies sich dabei als fair und fürsorglich und forderte den Mitarbeiter in langen und intensiven Gesprächen immer wieder auf, sich seinem Problem zu stellen. Dabei wurde dem Mitarbeiter glaubhaft versichert, dass er sich auf die Unterstützung des Unternehmens verlassen könne ...

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