Wenn der Arbeitgeber längst pleite ist…haftet der Geschäftsführer persönlich für die offenen Löhne?

Bei Insolvenzverschleppung haben Arbeitnehmer nur eingeschränkte Möglichkeiten, an noch ausstehenden Lohn zu kommen. So muss insbesondere der Geschäftsführer einer GmbH den Lohn nicht aus seinem Privatvermögen nachzahlen, heißt es in einem am Freitag, 31.08.2012, veröffentlichten Urteil des Landesarbeitsgerichts (LAG) Nürnberg (AZ: 7 Sa 341/11). Danach ist der Geschäftsführer nur insoweit haftbar, als der Arbeitnehmer andere Einkommensmöglichkeiten nachweist.

Im Streitfall hatte der Arbeitgeber im April 2009 Insolvenz angemeldet. Beim klagenden Arbeitnehmer stand aber schon seit Dezember 2008 Lohn in Höhe von 4.550,00 € aus. Dieses Geld verlangte er nun von dem Geschäftsführer. Das Unternehmen sei bereits im Dezember 2008 insolvenzreif gewesen; der Geschäftsführer habe es pflichtwidrig versäumt, dies rechtzeitig anzumelden ...

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