Was ist gelebte Praxis?

Ein Häuslebauer unterschreibt einen Vertrag mit einem Fertighaushersteller. Im Vertrag steht dann, dass er eine Abtretungserklärung abzugeben hat. Er soll seine Ansprüche an die Bank auf Auszahlung an den Hersteller abtreten. Kennt man ja. Hat man einen Unfall und eine Versicherung muss zahlen, macht man das ja auch so. Schließlich muss man nicht in Vorkasse gehen.

Als es soweit ist, bekommt der Häuslebauer ein Formular. Darin steht die Abtretung, die er unterschreiben soll. Aber nun soll die Bank zusätzlich ihr Einverständnis erklären. Das wäre auch noch in Ordnung. Aber gleichzeitig soll die Bank das unwiderruflich erklären und die Auszahlung garantieren und sicherstellen. Das würde die Bank auch machen. Sie nennt das Aval und will nun 2 % Gebühren dafür vom Häuslebauer. Und bei einer entsprechenden Bausumme geht das schon richtig ins Geld.

Nur, im Vertrag steht eben nichts von Einverständnis der Bank oder so. Auf Nachfrage wird erklärt, das sei gelebte Praxis beim Hersteller. Schön. Wenn unser Häuslebauer schon 2 oder 20 Häuser bei dem Hersteller bezogen hätte, wüßte er das auch ...

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