Neues zur EEG-Direktvermarktung: Bundesregierung beschließt Kürzung der Marktprämie ab 2013

(c) BBH

Zu den wichtigsten Zielen des neuen Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gehört es, die Marktintegration der (richtig, der)Erneuerbaren Energien zu fördern. Zu diesem Zweck sind in dem am 1.1.2012 in Kraft getretenen Gesetz die Regeln zur Direktvermarktung wesentlich erweitert worden. Zentrales Förderinstrument ist dabei die neu eingeführte Marktprämie. Dabei erhalten direktvermarktende EEG-Anlagenbetreiber einerseits die Differenz zwischen der EEG-Vergütung und dem bundesweit einheitlichen Referenzmarktpreis und andererseits eine Managementprämie, die die Zusatzkosten der Vermarktung ausgleichen soll.

Das Marktprämienmodell hat sich seit seiner Einführung innerhalb kürzester Zeit zu einem großen Erfolg entwickelt. Vor allem Windenergieanlagen, aber zunehmend auch Photovoltaik- und Biogasanlagen sind aus der EEG-Vergütung in die Direktvermarktung mit Marktprämie gewechselt. Insgesamt waren im August 2012 bereits Anlagen mit einer Gesamtleistung von 25.000 MW in der Marktprämie. Mit einer solchen Attraktivität hatten selbst Optimisten nicht gerechnet. Gleichzeitig gab es aber von Anfang an auch kritische Stimmen, die sich vor allem gegen starke Mitnahmeeffekte der Anlagenbetreiber und Vermarkter wenden: Insbesondere für Windenergieanlagen sei die Managementprämie zu hoch bemessen, was zu einer übermäßigen Belastung der EEG-Umlage führen könne.

Die Bundesregierung hat darauf reagiert: Nach der am 29.8.2012 beschlossenen Managementprämienverordnung (ManPrV) soll die ab dem Jahr 2013 ohnehin vorgesehene Reduzierung der Managementprämie für Wind- und Solarstrom noch einmal erheblich stärker ausfallen. Ursprünglich sollte die Prämie 1,00 Ct/kWh im Jahr 2013, 0,85 Ct/kWh im Jahr 2014 und 0,7 Ct/kWh ab dem Jahr 2015 betragen. Jetzt ist vorgesehen, dass die Managementprämie im Jahr 2013 auf 0,65 Ct/kWh, im Jahr 2014 auf 0,45 Ct/kWh und ab dem Jahr 2015 auf 0,3 Ct/kWh abgesenkt wird ...

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