Kurios: Staatsanwalt zielt mit Pistolenhand auf Freigesprochene

In Österreich endete ein Prozess gegen 13 Tierschützer mit einem Freispruch. Ihnen wurde vorgeworfen, dass sie einer kriminellen Organisation angehören würden. Anschließend feierten die Freigesprochenen und Sympathisanten vor dem Gerichtsgebäude den Sieg. Dabei war auch ein Kamerateam vom österreichischen Fernsehen anwesend und zeichnete die Stimmung der Menge auf.

Bei der späteren Sichtung des Materials sah das Team einen Mann an einem offenen Fenster mit der rechten Hand eine Pistole formen und auf die feiernde Menge zielen. Anschließend mimte der Mann eine Schussabgabe. Spätere Recherchen offenbarten, dass es sich um einen Staatsanwalt handelte. Dieses Videomaterial wurde den Vorgesetzen des Staatsanwaltes vorgelegt. Nach fünfmaligem Anschauen gab es keine Zweifel. Die Staatsanwaltschaft teilte mit, dass das erkennbare Verhalten für einen Staatsanwalt völlig inakzeptabel sei. Ebenfalls kündigte die Staatsanwaltschaft sowohl disziplinarrechtliche als auch strafrechtliche Prüfungen gegen den Staatsanwalt an.

( Quelle: Kurier.at, 30.08.2012 )

Autor des Beitrags ist Rechtsanwalt & Strafverteidiger Dr. Böttner, Anwaltskanzlei aus Hamburg und Neumünster. Weitere Gerichtsentscheidungen und allgemeine Informationen zum Strafrecht und der Strafverteidigung finden Sie auf der Kanzlei-Homepage.

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