Die GEMA will’s wissen: Wie heißt Du wirklich?

Die Musikverwertungsgesellschaft GEMA nimmt auch die Rechte von Urhebern, die unter einem Pseudonym auftreten, wahr. Dies entschied das Amtsgericht Frankfurt a.M. jüngst und verurteilte den Verein Musikpiraten, der von Mitgliedern der Piratenpartei Deutschland gegründet wurde, zu Schadensersatz wegen der widerrechtlichen Nutzung eines Musiktitels auf einem Sampler.

Der Musikpiraten e.V. fördert nach eigenen Angaben die freie Kultur mit Schwerpunkt Musik als künstlerisches Ausdrucksmittel. Er veröffentlichte im vergangenen Jahr einen Sampler mit 19 Titeln, die allesamt unter eine Creative-Commons-Lizenz gestellt waren. Gegenüber der GEMA (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) weigerte sich der Verein die bürgerlichen Namen der beiden Macher des Projekts „texasradiofish“, die einen Song zu dem Sampler beigesteuert hatten, preiszugeben. Hieran störte sich die GEMA und klagte vor dem Amtsgericht Frankfurt auf Schadensersatz. Ohne die bürgerlichen Namen der Urheber sei eine Überprüfung, ob es sich bei dem Titel um ein GEMA-freies Werk handele, nicht möglich.

Dem folgte das Gericht und begründete dies mit der sogenannten GEMA-Vermutung ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK