Bundesagentur diskriminiert Schwerbehinderte im Bewerbungsverfahren?

Am 05.09.2012 geht es um 11:00 Uhr vor dem Arbeitsgericht Berlin (Saal 115) um die Klage einer schwerbehinderten Bewerberin, die wegen Diskriminierung im Auswahlverfahren die Zahlung von insgesamt 42.960,00 EUR Entschädigung von der Bundesagentur für Arbeit verlangt. Die Schwerbehinderte hatte sich auf insgesamt fünf Stellen bei der Bundesagentur beworben. Die Bundesagentur lud die Bewerberin in keinem Fall zu einem Bewerberungsgespräch ein. Hierzu wäre sie aber nach § 82 SGB IX verpflichtet gewesen, weil die schwerbehinderte Bewerberin unzweifelhaft die fachliche Eignung für die Stellen besitzt, auf die sie sich beworben hat. Die Bundesagentur führt an, während des Auswahlverfahrens der Meinung gewesen zu sein, dass ein Arbeitsverhältnis mit der Bewerberin aufgrund ihrer Vorbeschäftigung bei einem Landkreis nicht sachgrundlos zu befristen gewesen wäre. Eine solche Befristung wäre aber beabsichtigt gewesen. Konkrete Stellenausschreibungen hat die Bundesagentur in das Verfahren nicht eingebracht. Wie die Entscheidungswege im Einzelnen waren, wurde durch die Bundesagentur ebenfalls nicht vorgetragen. Die Bundesagentur ist der Auffassung dadurch, dass sie schwerbehinderte Bewerber eingestellt hätte, würde ihr jedenfall der Gegenbeweis der Diskriminierung gelingen. Dieser Auffassung war im letzten Kammertermin allem Anschein nach auch das Gericht ...Zum vollständigen Artikel


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