Berufliche Schweigepflicht – strafrechtliche Konsequenzen für Dienstleister

Unternehmen, die als externe Dienstleister personenbezogene Daten von Berufsgeheimnisträgern wie z.B: Ärzten und Rechtsanwälten übertragen oder zugänglich gemacht erhalten, verkennen oft die mögliche eigene Strafbarkeit im Zusammenhang mit der nicht legitimierten Datenverarbeitung.

Berufliche Schweigepflicht

Bestimmte Berufsgruppen wie Ärzte, Rechtsanwälte, Steuerberater etc. unterliegen bekanntlich einer beruflichen Schweigepflicht. Werden von diesen externe Dienstleiter mit typischen Outsourcing-Maßnahmen wie z.B. Wartung und Pflege von Unternehmenshard- und -software beauftragt, hat dies meist zur Folge, dass nicht ausgeschlossen werden kann, dass der beauftragte Dienstleister Zugriff auf Daten erhält, die gerade der beruflichen Schweigepflicht unterliegen.

Wie immer gilt: Rechtsgrundlage oder Einwilligung

Erhält ein Dienstleiter tatsächlich Zugriff auf solche Daten, stellt dies für den Berufsgeheimnisträger eine Offenbarung dar, die soweit sie unbefugt erfolgt, gemäß § 203 des Strafgesetzbuches strafbar ist. Eine Befugnis zur Offenbarung kann sich entweder aus einer gesetzlichen Grundlage oder aus der Einwilligung der betroffene Person ergeben.

In der typischen Konstellation der Beauftragung eines externen IT-Unternehmens zur Wartung und Pflege von Unternehmenshard- und -software wird in der Regel keine der genannten Legitimationsmöglichkeiten gegeben sein ...

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