Linksfraktions next Topmodel

Liz Collet fragt in Jus @Publicum die Bundestagsfraktion der Linken nach ihrer eigenen Haltung zur Diskriminierung und verortet hierbei innerhalb einer kleinen Anfrage eine Altersdiskriminierung durch die Linksfraktion.

Hintergrund ist, dass die Linksfraktion gerne wissen wollte, "inwieweit durch die Medien erzeugte Schönheitsideale zu einer Gesundheitsgefährdung oder auch Diskriminierung führen können". Für die Linksfraktion war hier insbesondere die Gruppe der 14 bis 29jährigen, woraus Liz Collet eine Altersdiskriminierung für alle Arbeitnehmer ab 30 zieht.

Nimmt man die etwas verschrobene Begründung der Linksfraktion bei dieser Anfrage als Grundlage, ist das nur konsequent. Die Linksfraktion ist nämlich der Ansicht, dass sich die entsprechend verbreiteten Schönheitsideale direkt auf die Chancen auf dem Arbeitsmarkt auswirken können und führt hierzu aus: “In einer auf ökonomische Selbstverwertung und Konkurrenz ausgelegten Arbeitswelt, gilt der schlanke Körper als Zeichen für Belastbarkeit, Flexibilität und gelungenes Selbstmanagement. Frauen und Männer werden bei der Suche nach Arbeit oder an ihrem Arbeitsplatz wegen ihres Aussehens und Gewichts benachteiligt. In manchen Berufsgruppen werden wie z. B. bei Servicekräften und Kundenbetreuerinnen solche körperbezogenen Maßstäbe schon bei der Einstellung an die zukünftigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer angelegt. Für all das riskieren manche ihre Gesundheit.”

Allerdings glaube ich eher, dass die Linksfraktion hier ein Gewand brauchte, um ihre kleine Anfrage zu einem tatsächlich nicht unerheblichen Thema in die eigene ideologisch-politische Ausrichtung verpackt zu kriegen. Vielleicht hatte die Fraktion einfach nur Angst, wenn sie sich einfach nur um den Gesundheitszustand von Topmodels sorgt, dass ihr das politisch nicht ganz korrekt ausgelegt werden würde ...

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