Autoschlüssel – immer schön sicher aufbewahren…

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Die Klägerin war als Pflegekraft in einem Seniorenheim tätig. Während ihres Dienstes ließ sie ihren Autoschlüssel in einem Korb in einem nicht geschlossenem Aufenthaltsraum zurück , obwohl ein abschließbarer Spind/Raum zur Verfügung stand. Der Schlüssel wurde entwendet und dann auch der Pkw der Klägerin. Die verlangte Ersatz von ihrer Teilkaskoversicherung, die aber nur zu 50 % erstattet hat. Das OLG Koblenz hat der Versicherung jetzt Recht gegeben (vgl. den OLG Koblenz, Beschl. v. 14.05.2012 – 10 U 1292/11 und den OLG Koblenz, Beschl. v. 09.07.2012 – 10 U 1292/11).

Das OLG sieht das Verhalten der Klägerin als grobe Fahrlässigkeit an und kommt so zu einer Kürzung um 50 %. Begründung: Auch zur potenziellen “Tatseite” können sich noch fremde im Heim aufhalten.

Die Berufung macht ohne Erfolg geltend, der Klägerin sei keine grobe Fahrlässigkeit vorzuwerfen, da sich der streitgegenständliche Diebstahl zwischen 20.50 Uhr und 21.20 Uhr ereignet haben müsse und es sich bereits aus der Natur der Sache ergebe, dass die Klägerin habe davon ausgehen können, dass sich um 20.50 Uhr kein Fremder mehr im Haus befinde. Denn die Besuchszeiten seien seit langem beendet gewesen, die Patienten hätten bereits seit langem das Abendessen eingenommen und seien bereits vom Spätdienst zu Bett gebracht worden. Es sei deshalb in dem Zeitraum von 20.50 Uhr bis 21 ...

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