Bereitschaftsdienst, Arbeitsbereitschaft und Rufbereitschaft – Was ist eigentlich was?

Gerade bei Auseinandersetzungen zwischen Betriebsrat und Arbeitgeber kommt es immer wieder zum Streit darüber wann Bereitschaftsdienst geleistet wird, die zur Arbeitszeit zählt und wann lediglich Rufbereitschaft abzuleisten ist. Durch die Verpflichtung die EU Richtlinie 93/104 umzusetzen, hat sich das Bundesarbeitsgericht im Beschluss vom 18.02.2003 intensiv mit dieser Frage auseinandergesetzt und alle offenen Fragen geklärt. Raum für Streit gibt es an diesem Punkt also eigentlich gar nicht. Das Problem muss also daran liegen, dass es wegen der Begrifflichkeiten noch Missverständnisse gibt, die im Folgenden geklärt werden sollen. Von Bereitschaftsdienst spricht man, wenn der Arbeitnehmer sich außerhalb der normalen Arbeitszeit an einem bestimmten Ort aufzuhalten hat, um im Bedarfsfall sofort seine volle Arbeitstätigkeit aufzunehmen. Klassischerweise sind es Ärzte, Sicherheitspersonal, Rettungskräfte aber auch IT-Spezialisten, die Bereitschaftsdienste ableisten.

Im Gegensatz zur Rufbereitschaft kann der Arbeitnehmer während des Bereitschaftsdienst den Aufenthaltsort nicht selbst bestimmen. Meist hat er sich am Arbeitsplatz selbst oder in unmittelbarer Nähe seines Arbeitsplatzes aufzuhalten.

Wenn der Arbeitnehmer in sog. Rufbereitschaft ist, hält er sich an einem Ort auf, den er selbst bestimmt. Er muss allerdings auf Zuruf bereit und in der Lage sein, seine Arbeit aufzunehmen ...

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