Beitritts-Aufforderung an das BMF: Zurückbehaltene Forderungen bei Einbringung

In dem Verfahren (BFH VIII R 41/09, FG Münster 23.6.09, 1 K 4263/06 F, Besprechung in diesem Blog) ist streitig, ob die bei der Einbringung einer freiberuflichen Praxis in eine Sozietät zurückbehaltenen Honorarforderungen erfolgswirksam im Rahmen der Übergangsbesteuerung oder als (fingierte) Privatentnahme oder erst im Zeitpunkt des tatsächlichen Zuflusses zu erfassen sind. Nun hat der BFH das BMF zum Beitritt aufgefordert. (BFH 26.6.12, VIII R 41/09) Die nach erfolglosem Einspruch erhobene Klage war teilweise erfolgreich. Das Finanzgericht war der Auffassung, dass der Kläger seine am Einbringungszeitpunkt offenen Honorarforderungen nicht in die Sozietät eingebracht habe. Diese seien vielmehr Bestandteil seines Restbetriebsvermögens geworden. Den Gewinn dieses Restbetriebsvermögens könne der Kläger nach § 4 Abs. 3 EStG ermitteln. Folglich seien die Forderungen erst bei tatsächlichem Zahlungseingang gewinnwirksam zu erfassen. Mit der Revision rügt das FA die Verletzung materiellen Rechts. Nach Auffassung des FA kommt es für die Ermittlung des Überleitungsgewinns nicht darauf an, ob der Einbringende seine Forderungen mit einbringt, im Restbetriebsvermögen belassen oder sie ins Privatvermögen übernehmen will. Der Gewinn aus diesen Forderungen realisiere sich in allen Fallgestaltungen spätestens im Zeitpunkt der Einbringung ...Zum vollständigen Artikel

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