Arbeitsunfall beim Abendessen oder es gibt einfach nichts, was es nicht gibt

Da bleibt einem doch glatt die Gräte im Hals stecken! Arbeitsunfall beim Abendessen? Die spinnen, die Römer, äh nein, nicht die Römer, die Juristen! Oder? Nein! Weit gefehlt. Wenn das Essen in einem dienstlichen Zusammenhang steht, kann eine sich beim genussvollen Schlemmern zugezogene Verletzung tatsächlich einen Arbeitsunfall darstellen. Grundsätzlich gilt nämlich, dass Arbeitsunfälle Unfälle von Versicherten infolge einer versicherten Tätigkeit sind. Für die Zuordnung einer Handlung zum Kreis der versicherten Tätigkeit reicht ein bloßer zeitlicher und räumlicher Zusammenhang nicht aus. Vielmehr muss ein sachlicher Zusammenhang zwischen Handlung und Berufstätigkeit bestehen. So weit, so klar. Oder?

Dann mal zu dem Fall: Der Senior Account Manager eines mittelständischen Unternehmens wurde von einem potentiellen Kunden zu einem Geschäftsessen in einem exklusiven italienischen Restaurant eingeladen. Während des Essens sollte über die Konditionen für einen größeren Auftrag gesprochen werden. Man aß, man plauderte und verhandelte über die Einzelheiten des Vertrages. Dann verschluckte sich der Account Manager plötzlich an einer Fischgräte und rang nach Luft. Er fiel vom Stuhl und verletzt sich schwer an Kopf und Rücken. Er kam ins Krankenhaus, musste mehrfach operiert werden und sich eine langwierigen REHA Maßnahme unterziehen.

Der Mann machte gegenüber der gesetzlichen Unfallversicherung einen Anspruch auf Erstattung der Behandlungskosten oder auf Zahlung eines Verletztengeld geltend, weil er der Auffassung war, dass es sich bei dem Vorfall um einen Arbeitsunfall § 8 Abs 1 Satz 1 des Siebten Buches Sozialgesetzbuch (SGB VII) gehandelt habe ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK