Achtung: Arbeitgeber liest bei Facebook mit !

Eintragungen in Facebook können zu Kündigungen von Arbeitsverträgen führen. Zwei Beispiele: In seinem Facebook-Account hatte sich ein Auszubildender beleidigend über seinen Arbeitgeber geäußert. Das Arbeitsgericht Bochum (Urt.v. 29.3.2012 – 3 Ca 1283/11, ZD 7/2012, 343) stellte fest, der Azubi müsse damit rechnen, dass der ausbildende Arbeitgeber Kenntnis von solchen Eintragungen erlangt. Im vorliegenden Fall sah das Gericht aber eine fristlose Kündigung als nicht angemessen an. Eine Abmahnung wäre ausreichend gewesen. Eine schwerwiegendere Wertung hätte allerdings erfolgen müssen, wenn der Azubi den Ausbilder auf die Eintragung hingewiesen hätte. – Facebook-Eintragungen können also den Job kosten. Sie sollten gut überlegt sein. Das gilt jedenfalls nach Auffassung des Gerichts für jedermann zugänglich Facebook-Profile. Nicht entschieden wurde, was gilt, wenn der Azubi bei den Einstellungen eine Option gewählt hätte, mit der nur (benannte) Freunde Kenntnis erlangen können. Das hilft freilich nichts, wenn ein Nutzer seinen Arbeitgeber als Freund benennt. In einem anderen Fall hatte das ArbG Dessau-Roßlau (Urt.v.21.3 ...

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