Resozialisierung?

Die Tage war ich mit einem Mandanten zur 2/3-Anhörung. Der Mandant sitzt seit Februar in Haft. Endstrafe ist irgendwann Anfang/Mitte nächsten Jahres. Der Mandant ist heroinabhängig und will unbedingt in Therapie. Das sieht die JVA auch so und schreibt dies in ihrer Stellungnahme. Ohne Therapie kann und sollte er nicht entlassen werden. So weit, so gut. Rein praktisch scheitert dieser schöne Ansatz allerdings an der Praxis der Drogenberatung in der JVA Saarbrücken. Wenn man inhaftiert worden ist, meldet man sich für die Drogenberatung an. Dann bekommt man einen Termin zu einem Gruppengespräch. Dabei wird dann geschaut, ob man einer weiteren Beratung bedarf. Wenn ja, geht es mit Einzelgesprächen weiter. Die Warteliste ist lang. Der Mandant sitzt seit Februar und hat sich gleich zur Drogenberatung gemeldet. Ende Juli hatte er dann seinen zweiten Gruppentermin ...Zum vollständigen Artikel


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