Festnahme. Wer Steuerdaten verrät, muss mit Gefängnis rechnen, jedenfalls in der Schweiz

Objekte der Begierde

Während sich Bundesfinanzminister Schäuble und SPD-geführte Bundesländer durchaus nicht darüber einig sind, ob auch weiterhin sogenannte Steuer-CDs aus der Schweiz, die Kontodaten von deutschen Kunden enthalten und in aller Regel auf strafbare Weise kopiert worden sind, angekauft werden sollen, gehen die Schweizer Behörden gegen die Datendiebe und auch gegen die Datenhehler vor. Laut bild.de wurde gestern in Zürich ein Mitarbeiter der Privatbank Julius Bär festgenommen, der gestohlene Kundendaten an nordrhein-westfälische Steuerfahnder verkauft haben soll. Der Diebstahl sei “durch verschärfte Kontrollen und eine umfangreiche interne Untersuchung”festgestellt worden. In welchem Umfang Kundendaten weitergegeben wurden, teilte das Bankhaus nicht mit. Der inzwischen entlassene Mitarbeiter sei Alleintäter gewesen.

Nach einem politisch umstrittenen und noch nicht ratifizierten Steuerabkommen zwischen Deutschland und der Schweiz soll der aktive Ankauf von Steuer-CDs zukünfitig verboten sein. Auch sollen nach dessen Inkrafttreten alle Strafverfahren im Zusammenhang mit dem Kauf von CDs in der Schweiz eingestellt werden ...

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