Erste Krankenversicherung stoppt Versendung von Organspendeausweisen wegen Organspende-Skandal

Einen interessanten Schritt nach den Vorkommnissen rund um die Organspende der letzten Wochen hat die Siemens-Betriebskrankenkasse unternommen und die Verteilung von Organspendeausweisen gestoppt. Sie will der gesetzlichen Verpflichtung dazu nun erst 2013 nachkommen. Bei der SBK sind nach eigenen Angaben rund eine Million Personen versichert. Sie hat mitteilen lassen, die aktuelle Entwicklung habe die Menschen verunsichert, die Ausweise würden derzeit eher auf Ablehnung stoßen.

Nicht erst das neue Transplantationsgesetz sieht vor, dass die Krankenkassen ihre Versicherten intensiv über die Organspende informieren und allen Kunden Ausweise anbieten, die sie freiwillig akzeptieren können. Eine Verpflichtung dazu besteht bereits seit 1997. Die Neuregelung hat allerdings Konkretisierungen dazu vorgenommen. Die SBK hatte die Verteilung danach bereits für Oktober 2012 geplant. Angesichts der aktuellen Diskussion und des Skandals um einen Transplantationsmediziner stoppt die SBK diese Aktion und will der gesetzlichen Verpflichtung frühestens 2013 nachkommen – Mitte oder Ende des kommenden Jahres.

„Wir können nach diesem Skandal nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Die Menschen sind verunsichert und haben ihr Vertrauen verloren“,

sagt SBK-Vorstand Gertrud Demmler. Zugleich würden Tausende auf ein neues Organ warten und teils um ihr Leben bangen.

„Jetzt müssen alle Fakten auf den Tisch. Wir brauchen handfeste Lösungen, umfassende Transparenz und eine breite Diskussion“,

so Demmler ...

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