Zweimal Glück im Unglück …

… hatte eine Autohalterin. Zunächst wurde ihr wohl in der Diskothek aus der Handtasche der Autoschlüssel gestohlen und das Auto war dann fort (Unglück). Der Dieb ließ das Auto dann ohne Kennzeichen in einer Straße stehen. Dort wurde es von der Stadtreinigung auch aufgefunden Die Saubermänner der Stadt forderten zunächst de Entfernung des Autos durch Aufkleber und beauftragten dann ein Abschleppunternehmen, das Fahrzeug sicherzustellen (Glück). Dort stand es dann ein Jahr, bis es von dem Abschleppunternehmer verschrottet wurde (Unglück).

Die Kaskoversicherung weigerte sich, den Schaden zu ersetzen, da sie von grober Fahrlässigkeit ausging. An dem Fahrzeug befanden sich keine Entwendungsspuren, da der Dieb wohl das Fahrzeug mit dem entwendeten Schlüssel geklaut hatte. Das hielt auch vor Gericht in zwei Instanzen.

Nun verklagte die unglückliche Autohalterin die Stadt, deren Saubermänner die Sicherstellung des Fahrzeugs angeordnet hatten und die Abschleppfirma, die das Fahrzeug ohne entsprechenden Auftrag seitens der Stadt verschrottet hatte.

Nachdem das Landgericht Saarbrücken die Klage abgewiesen hatte, hat der 4. Zivilsenat des Saarländischen Oberlandesgerichts der Halterin des verschrotteten Autos nun Schadensersatzansprüche gegen die Stadt zuerkannt (Urteil vom 10.07.2012, aktenzeichen 4 U 143/11 – 47) ...

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