LG Hamburg: Irreführende Werbung eines Multi-Channel-Anbieters

Ein Unternehmen, dass seine Waren in einem Multi-Channel-Vertrieb veräußert, handelt irreführend, wenn es in Zeitungsannoncen für ein Gesamtprodukt wirbt, dessen Teile nur über einen Bezugsweg erhältlich sind (LG Hamburg, Urt. v. 12.01.2012 - Az.: 315 O 140/11).

Die Beklagte ist ein großer Kaffee-Anbieter, der u.a. auch Bekleidungen vertreibt. Es tritt als Multi-Channel-Vertrieb auf und vertreibt die Artikel über ein eigenes Filialinetz, sog. Depots und über die eigene Webseite.

Die Firma warb ganzseitig in einer Zeitung für ein Herrensakko, ein Herrenhemd und eine Seidenkrawatte mit nachfolgenden Angaben:

"Sakko € 199,-- Hemd € 17,90 Seidenkrawatte € 9,99"

Das Herrensakko konnte der Kunde in den Filialien nicht sofort mitnehmen, sondern es nur für den Folgetag bestellen. Online hingegen war das Produkt sofort bestellbar ...

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