Fußballspielabbruch: Mehrwegbecher unschuldig

Der Abbruch des Bundesligaspiels zwischen St. Pauli und Schalke 04 am 01.04.2011 wegen eines Bierbecherwurfs auf den Linienrichter geht nicht auf einen Mehrwegbecher zurück. Das Wurfgeschoss bestand eindeutig aus einem Einwegbecher, stellte das Oberlandesgericht (OLG) Koblenz in einem am Freitag, 24.08.2012, bekanntgegebenen Urteil klar (AZ: 9 U 31/12). Damit darf ein Einwegbecherlieferant aus dem Landkreis Cochem-Zell nicht behaupten, der Linienrichter sei von einem Mehrwegbecher getroffen und das Spiel daher abgebrochen worden.

Hintergrund des Rechtsstreits war das Bundesligaspiel zwischen St. Pauli und Schalke 04 am 01.04.2011. St. Pauli stand 0 : 2 im Rückstand, als der Linienrichter Thorsten Schiffner in der 88. Minute einen teilweise gefüllten Bierbecher in den Nacken bekam. Das Spiel wurde daraufhin abgebrochen. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes verurteilte St. Pauli schließlich dazu, das erste Spiel der neuen Saison außerhalb Hamburgs auszutragen. Auch waren nicht mehr als 12.500 eigene Fans zugelassen.

Der alkoholisierte Becherwerfer, ein Projektmanager, wurde vom Amtsgericht Hamburg zu einer Geldstrafe in Höhe von 12 ...

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