Ein nackter königlicher Hintern, was auf Zimmer 2401 wirklich geschah und zur Strafbarkeit von Presseveröffentlichungen über nächtliche Ausschweifungen im Hotel

Prinz Harry 2008, Foto: Billpolo derivative work: Maximus0970 (talk)

Dass Prinz Harry als lebender Sproß der Windsors und Enkel der immerwährenden Queen Elizabeth II. wie alle anderen Royals eine Person der Zeitgeschichte ist und als solche in erweitertem Maße Presseberichte über seine Person hinzunehmen hat, dürfte auch nach deutschem Recht außer Frage stehen. Aber auch für ihn gilt der Schutz der Intimsphäre im höchstpersönlichen Lebensbereich und das Recht auf Beachtung seiner Menschenwürde. Nach einem Bericht bei stern.de ist die unbefugte Veröffentlichung von Bildern aus dem Privatbereich in Großbritannien zwar nicht strafbar, kann aber – wie im Fall von Presseberichten über das skurrile Intimleben des früheren FIA-Präsidenten Max Mosley – durchaus zu Schadensersatzansprüchen führen.

Anders sieht die Situation bei uns in Deutschland aus, wo das Recht auf Privatsphäre unter anderem durch die Straftatbestände der §§ 202 ff. StGB und – im Falle von Bildmaterial – durch die §§ 33, 22 KunstUrhG geschützt ist. Aber bevor es zu juristisch wird, hier erst einmal die nackten Fakten (auf die Gefahr hin, von Prinz Harry auf Unterlassung in Anspruch genommen zu werden):

Das britische Boulevardblatt “Sun” hat am vergangenen Freitag als erste englische Zeitung Fotos vom gänzlich unbekleideten Prinzen Harry veröffentlicht, auf denen dessen durchtrainierter Körper mitsamt seinem – allerdings durch eine Krone weitgehend verdeckten – königlichen Gesäß zu bewundern ist. Eine irische Zeitung hatte die Fotos zuvor schon abgedruckt und 300 Millionen Menschen haben sich auf der Internetseite von tmz.com ein Bild von der Beschaffenheit des Prinzen gemacht, der dort einmal splitternackt von vorne und einmal von der Kehrseite abgebildet ist, und zwar in enger Nähe zu einer ebenfalls gänzlich unbekleideten Lady, die durch seinen Body weitgehend verdeckt wird ...

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