Doping: Verfahren gegen Team Telekom-Ärzte eingestellt

Die Staatsanwaltschaft Freiburg hat die Ermittlungsverfahren gegen zwei Sportmediziner eingestellt. Die beiden Ärzte waren frühere Mannschaftsärzte vom deutschen Radteam Team Telekom und später auch von Team T-Mobile. In ihrer Funktion als Teamärzte sollen sie Radprofis mit Dopingmitteln versorgt haben.

Die Staatsanwaltschaft begründet die Einstellung in einer 21 Seiten umfassenden Verfügung. So seien die Taten teilweise verjährt, zum großen Teil seien auch Tatzeit und Tatort nicht mehr zu ermitteln und die Radprofis hätten selbst der Dopingeinnahme zugestimmt. Somit geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass die Ärzte zwar beim Doping geholfen, dabei aber keine strafrechtlich relevante Körperverletzung begangen hätten. Einer der Ärzte erhielt bereits in einem gesonderten Verfahren einen Strafbefehl über 90 Tagessätzen, da er einen Radprofi mit Dopingsubstanzen versorgt haben soll. Gleichzeitig wurden auch die Verfahren gegen die Teamleitung des damaligen Teams eingestellt. Gegen das Trio wurde wegen Beihilfe zur Körperverletzung ermittelt. Da es nun aber an einer erforderlichen Haupttat fehlt, ist auch eine Beihilfe nicht möglich.

( Quelle: Der Spiegel 34/2012, S. 95 )

Autor des Beitrags ist Rechtsanwalt & Strafverteidiger Dr. Böttner, Anwaltskanzlei aus Hamburg und Neumünster. Weitere Gerichtsentscheidungen und allgemeine Informationen zum Strafrecht und der Strafverteidigung finden Sie auf der Kanzlei-Homepage ...

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