Bundesliga: Kein Schmerzensgeld für VfL Bochum-Profi wegen Fouls

Vor dem Landgericht Berlin wollte ein ehemaliger VfL Bochum-Profi wegen eines Fouls Schmerzensgeld und Verdienstausfall geltend machen. Insgesamt sollte sich der Schadensersatz auf eine sechsstellige Summe belaufen.

Der Beklagte, ehemals Profi bei Union Berlin, ist in einem Punktspiel zwischen den beiden Mannschaften mit dem Kläger unglücklich zusammengestoßen. Der schwedische Kläger erlitt einen Schien- und Wadenbeinbruch und konnte mehrere Monate nicht spielen.

Während des Prozesses schlug der Richter einen Vergleich vor, in dem ein Schadensersatz zwischen 5.000 und 10.000 Euro gezahlt werden sollte. Der Beklagte lehnte dies jedoch ab, da er der Meinung war, dass er keine vorsätzliche Körperverletzung begangen hätte und eine Zahlung ein Schuldeingeständnis wäre.

Auch der Richter sah hier am Ende lediglich einen Unfall, wie er im Profifußball üblich sei und mit dem alle Parteien zu rechnen hätten. Daher hatte die Klage im Ergebnis keinen Erfolg.

( Quelle: Berliner Kurier, 17.08.2012 )

Autor des Beitrags ist Rechtsanwalt & Strafverteidiger Dr. Böttner, Anwaltskanzlei aus Hamburg und Neumünster. Weitere Gerichtsentscheidungen und allgemeine Informationen zum Strafrecht und der Strafverteidigung finden Sie auf der Kanzlei-Homepage.

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