Misshandelt, bedroht und gefangen gehalten? Arbeitsgericht Berlin prüft nun Vorwürfe gegen saudischen Diplomaten

Die Vorwürfe einer ausgebeuteten und mutmaßlich misshandelten Hausangestellten eines saudischen Diplomaten werden nun doch vor dem Arbeitsgericht Berlin verhandelt. Da dieser inzwischen ausgereist ist, ist die Immunität des Diplomaten erloschen, stellte am Mittwoch, 22.08.2012, das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt klar (AZ: 5 AZR 949/11).

Danach soll nun das Arbeitsgericht Berlin den Vorwürfen inhaltlich nachgehen. Ob ein Urteil auch vollstreckt werden könnte, ist allerdings fraglich, weil mit Saudi-Arabien kein Rechtshilfeabkommen besteht.

Die Hausangestellte ist eine Frau aus Indonesien. Nach ihren Angaben hatte sie 19 Monate lang an sieben Tagen der Woche bis zu 20 Stunden am Tag im Privathaushalt eines Attachés der saudi-arabischen Botschaft gearbeitet. Dabei habe sie keine Vergütung erhalten. Stattdessen sei sie misshandelt, bedroht und gefangen gehalten worden.

Die Indonesierin macht nachträglichen Lohn sowie ein Schmerzensgeld von 70.000,00 € geltend ...

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