M&A [em aend ei], Folge 3: Die Due Diligence

Wer heute als Geschäftsführer oder Vorstand ein Unternehmen blind erwirbt, setzt sich dem Risiko von Schadensersatzansprüchen und der Strafbarkeit aus. Deshalb ist es State of the Art, dass der Käufer gemeinsam mit seinen Beratern das Zielunternehmen (Target) vorher auf Herz und Nieren prüft. Diesen Vorgang nennt man Due Diligence. Je nach Target werden dabei die wirtschaftlichen, finanziellen, technischen, rechtlichen, steuerrechtlichen und umweltrelevanten Verhältnisse des Targets untersucht und auf mögliche Risiken analysiert.

Hierzu fordert der Käufer beim Verkäufer Unterlagen an, die er mit seinen Beratern zur Prüfung einsehen möchte. Die Anforderungslisten der Käufer (Request List) sind recht umfangreich. Bei großen Targets können sogar gesonderte Anforderungslisten für die übergeordneten Themenbereiche Business, Finance & Tax und Legal ergehen. Der Verkäufer stellt die angeforderten Unterlagen (selten alle) in einen Datenraum ein, der heutzutage meist virtuell über das Internet abrufbar und zudem passwort- und oft druckgeschützt ist und sämtliche Aktivitäten des Käufers im Datenraum protokolliert. Der Verkäufer muss bei der Offenlegung der Unterlagen darauf achten, dass er weder Geheimhaltungspflichten noch Bestimmungen des Datenschutzes verletzt. Genauso müssen Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse geschützt werden. Um diesen Konflikt (Informationsbedürfnis vs. Vertraulichkeit) zu lösen, werden Unterlagen mit sensiblen Daten gestaffelt, geschwärzt, nur auszugsweise und / oder nur erst am Ende der Vorbereitungshandlungen, teilweise erst kurz vor Vertragsabschluss, offengelegt ...

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