Bundesbehörden sind Stammkunden bei privaten Sicherheitstechnik-Unternehmen

Als im vergangenen Jahr der Chaos Computer Club (CCC) aufgedeckt hatte, dass Computer von Verdächtigen von der Polizei mit sog. Bundestrojanern infiziert worden waren, war die Empörung groß. Insbesondere, weil es sich bei dem Trojaner, dessen Entwickler die Firma DigiTask ist, um ein Produkt mit unabsehbaren Eingriffsmöglichkeiten und zahlreichen Schwächen handelte. Die Vergabe von Aufträgen an Privatunternehmen zur Herstellung staatlicher Überwachungssoftware geriet in der Folge in die Kritik.

Doch ganz unabhängig von der Mangelhaftigkeit des Trojaners in dem oben genannten Zusammenhang, stellt sich grundsätzlich die Frage, wie es zu bewerten ist, dass sich der Staat in diesem grundrechtssensiblen Bereich wie selbstverständlich der Hilfe externer Dienstleister bedient.

Private Sicherheitsunternehmen kostengünstiger

Als Begründung für die Beauftragung von Privatunternehmen wird angeführt, dass es zum einen am entsprechenden Know-how fehle und zum anderen Privatunternehmen schlicht kostengünstiger seien. Tatsächlich ist der Unterschied im Hinblick auf die Kosten frappierend: So entstanden dem BKA z.B. im Jahre 2010 für eine selbstprogrammierte Überwachungssoftware Kosten in Höhe von 680.000 Euro, während die Kosten für den Telekommunikationsüberwachungs-Trojaner der Firma DigiTask lediglich 15.000 Euro Mietgebühr für drei Monate und 200.000 für die jährliche Generallizenz betrugen.

Bundesregierung gibt Fakten und Zahlen bekannt

Aus einer Antwort auf eine kleine Anfrage von Bundestagsabgeordneten, die anlässlich der Staatstrojaner-Affäre an die Bundesregierung gerichtet worden war, gehen hierzu interessante Fakten und Zahlen hervor:

So werden an private Unternehmen u.a ...Zum vollständigen Artikel


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