Urlaubßbsgeld für den Fussballprofi?

Auch wenn die Saison mit der ersten DFB-Pokal Runde bereits begonnen hat, konnten einige Spieler zuvor den Urlaub geniessen. Doch steht dem Spieler ein solcher rechtlich überhaupt zu?

Dem Fussballprofi könnte, genau wie dem “normalen” Arbeitgeber ein Anspruch auf Urlaubsvergütung nach § 611 BGB i.V.m § 11 I 1 BurlG zustehen.

Anwendbarkeit

Fraglich ist jedoch, ob das BurlG hier überhaupt anwendbar ist. Teilweise wird vertreten, dass bei Fußballprofis der Bundesliga Sonderregelungen zu gelten hätten, da deren Verdienst so überdurchschnittlich hoch sei, dass eine Urlaubsvergütung dem Sinn und Zweck des Urlaubsentgeltes widerspreche. Der bestehe schließlich nur darin, zu verhindern, dass der Arbeitnehmer während seines Urlaubes in finanzielle Schwierigkeiten gerate. Der Fussballprofis sei aber nicht schutzbedürftig, weil er ohnehin sehr viel verdienen, der Anwendungsbereich sei also teleologisch zu reduzieren.

Diese Ansicht wird von denselben Leuten vertreten, die letztlich den Fussballer, insbesondere aufgrund seines hohen Einkommens, nicht als Arbeitnehmer im rechtlichen Sinne ansehen.

Diese Ansicht ist jedoch abzulehnen, weil es kein Anzeichen vom Gesetzgeber gibt, dass er zwischen gut und schlecht bezahlten Fussballern zu unterscheiden wollte. Außerdem würde dies zu erheblichen Praxisschwierigkeiten führen, weil wohl schwer eine Grenze zu ziehen ist.

Umfang

Interessanter und um vielfaches komplezierter kann es bei der Berechnung des Umfanges des Urlaubsanspruches gehen.

§ 7 DFL-MuArbV sagt, dass „Soweit § 11 Abs ...

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