“Menschenhandel mit besonders sensiblen Patienten”

Falls Sie den Beitrag über “Patienten als Renditeobjekte”, mit denen sich mancher scheinbar mehrere Häuser kaufen kann, verpasst haben, der sich nicht nur um Beatmungspatienten dreht und manchem den Atem nehmen könnte, HIER können Sie ihn noch ansehen.

Zum weiteren Themenbeitrag der Lebendnierenspende sind dem Beitrag noch zwei Anmerkungen hinzuzufügen:

Zum einen ist der im Beitrag erwähnte Prof. Thiel einer der jahrelangen Befürworter der Lebendspende und auch ihrer Ausweitung gewesen. Ob die im Beitrag zitierte “erste umfassende” Sammlung von Risiken der Lebendspenden über die Erfahrungen Norwegens in dem hier Norwegische Studie: Fünf Prozent der Nieren-Lebendspender bereuen ihre Entscheidung erwähnten Bericht schon wegen der in Norwegen höheren Zahlen von Lebendspenden, Dauer der Praxis von Lebendspenden und dem damit dort vorhandenen Datenbestand hinausgeht, wäre zu prüfen. Allerdings ergänzen sie diese allemal durch die offenbar auch aus Thiels Datensammlung umso kritischer zu sehende Bewertung der forcierten Lebendspenden.

Zum anderen erstaunt angesichts der seit langem bekannten Ergebnisse Norwegens die Stellungnahme des im Beitrag interviewten Arztes Prof. Zeier – der sich von möglichen nachteiligen Folgen der Lebendspende überrascht gibt und als seien Risiken und Folgen für Spender ihm völlig neu. Es gibt über medizinische wie psychologische Folgen von Spendern seit Jahren zahlreiche Veröffentlichungen, die Ärzten bei ihrer Pflicht, sich über Entwicklungen in ihren Fachgebieten und entsprechende Veröffentlichungen update zu halten nicht entgehen sollten. Mindestens auch dann, wenn sie mögliche Spender und Empfänger betreuen, über Lebendspende und ihre Risiken aufklären müssen (§ 8 TPG).

Erstaunlich ist seine und die Reaktion anderer Transplantationsmediziner in jenem und einem früherem Beitrag von Report Mainz aus 2011 umso mehr, als Prof ...

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