Krankenkassen garantieren kein Recht auf gesundes Kind

Das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen hat mit Urteil vom 26. Januar 2012 entschieden (Az.: L 5 KR 720/11 ER), dass gesetzliche Krankenkassen nicht dazu verpflichtet sind, die Kosten für eine DNA-Untersuchung zu übernehmen, mit der festgestellt werden soll, ob sich der Defekt auf das ungeborene Kind auswirkt, auch wenn bekannt ist, dass eine schwangere Versicherte unter einem vererbbaren Gendefekt leidet. Die Klägerin und ihr Vater leiden unter einem Gendefekt, der eine Augenkrankheit auslösen kann, die zur Erblindung führt. Im Rahmen der Schwangerschaft wollte die Frau wissen, ob der Defekt auf ihr ungeborenes Kind vererbt worden ist. Um diesem das Schicksal einer möglichen Erblindung zu ersparen, hätte sie es im Fall einer Vererbung abtreiben lassen. Eine DNA-Untersuchung sollte Gewissheit bringen. Daher beantragte die Klägerin bei ihrer Krankenkasse, die Kosten für die Untersuchung zu übernehmen. Da sich diese nicht zuständig fühlte, zog die werdende Mutter vor Gericht und unterlag dort ...Zum vollständigen Artikel


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