Die Angstmacher aus Regensburg – “Die Gegnerliste” der Kanzlei U + C

Ende letzten Jahres wollte die Kanzlei Urmann & Collegen angeblich offene Schadensersatz- und Rechtsanwaltskosten über 90 Millionen Euro versteigern. In der Folgezeit meldete sich dann eine Inkassofirma namens Debcon bei den Abgemahnten und versuchte die angeblich offenen Forderungen außergerichtlich einzutreiben.

Anscheinend ist die Versteigerung wohl nicht so gelaufen, wie sich das die Abmahnkanzlei vorgestellt hat. Denn nun droht mehr oder weniger offen die Kanzlei Uhrmann & Collegen mit einer Veröffentlichung der Namen der Abgemahnten in einer “Gegnerliste“. Die Presse hat diese Drohung natürlich schnell aufgegriffen (oder wurden sogar dazu angehalten das Thema aufzugreifen – denn was nutzt eine Drohung von der keiner weiß ?) und erst mit dem Regensburger Wochenblatt und seit heute auch in BILD.de die Drohung in alle Ecken des Landes verbreitet.

Ob die Kanzlei wirklich eine solche Gegnerliste veröffentlicht, bleibt abzuwarten, allerdings vermute ich, dass die Kanzlei – soweit Sie noch ganz bei Sinnen ist – dies unterlässt. Denn nach dem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 12.12.2007 ist es nur erlaubt, den Namen des Gegners zu veröffentlichen, nicht aber den Inhalt der Angelegenheit. Die Kanzlei U + C ist durch die bundesweite Berichterstattung als Kanzlei bekannt, die überwiegend für die Hersteller von Pornofilmen tätig ist. Allerdings mahnt die Kanzlei U + C natürlich auch ganz “normale” Tatbestände wie etwa eine Wettbewerbsverletzung ab. Somit wird bei jedem veröffentlichte Gegner indiziert, dass es sich um einen Pornokonsumenten handelt. Unterstütz wird diese Unterstellung anscheinend noch durch die Äußerungen des Rechtsanwaltes Uhrmann gegen über Dritten, soweit die Darstellung des Regensburger Wochenblattes richtig ist ...

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