Zamek heisst er, uns bescheisst er

Bei Streiks schieden sich bekanntlich schon immer die Geister, nicht erst seit Dame Margaret Thatcher den Streik als Mittel der Gewerkschaftsvernichtung entdeckt hat.

Gegenwärtig ist das Thema durch die Frankfurter Feldschlacht in der Presse, die um Schadensersatzforderungen wegen des sog. Fluglotsenstreiks geführt wird. Das soll uns hier heute nicht interessieren, weil schon genug darüber geschrieben wurde.

Schöner ist nämlich die Poesie, die Streiks hervorbringen. Ihre Lyrik. Kein Streik ohne Reim.

Zamek heißt er, uns bescheißt er

Das ist so ein aktuelles Beispiel aus dem Poesiealbum. Ich habe schon früh beobachtet, dass Streiks eben Slogans brauchen – und war stets neugierig auf die nächste Schöpfung. In der Tat wollte ich schon mal eine Bitte an den DGB formulieren, doch die Streikslogans der letzten z.B. 50 Jahre als Sammelband herauszubringen. Aber ich habe mich nicht getraut.

Mehr Mumm hat die angesprochene Firma Zamek, einigen Lesern sicher von Würstchenpaketen im Supermarkt bekannt. Sie ist wegen des zitierten Slogans, wie der oben verlinkte Artikel aus “Der Westen” erklärt, so sauer, dass sie zwei Betriebsräte rauswerfen will. Die sollen das während eines Streiks “gebrüllt” haben. Die notwendigen Anträge nach § 103 BetrVG hat man beim Düsseldorfer Arbeitsgericht gestellt. Womit der Klassiker “Streik und Meinungsfreiheit” in eine neue Runde geht. Streiks sind hitzige Angelegenheiten ...

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