WikiLeaks: Assange erhält Asyl in Ecuador

Dem WikiLeaks-Gründer Julian Assange wird Asyl von Ecuador gewährt. Der australische Staatsbürger wird von der schwedischen Justiz wegen einer möglichen Vergewaltigung gesucht. Aufgrund eines internationalen Haftbefehls hatte Großbritannien Assange vor einigen Monaten unter Hausarrest gestellt. Aus diesem Arrest flüchtete er in die Botschaft von Ecuador und beantragte dort politisches Asyl. Seit dem hält er sich auf dem Botschaftsgelände auf. Grund für das Asyl ist eine mögliche Auslieferung durch Schweden an die USA, da Assange geheime US-Militärdokumente über die Plattform WikiLeaks veröffentlicht hatte. Ecuador geht davon aus, dass Assange die Todesstrafe in den USA drohen könnte.

Damit sorgt Ecuador für eine Diplomatenkrise in Großbritannien. Zahlreiche britische Polizisten bewachen nun die Botschaft in London und sollen eine mögliche Ausreise Assanges verhindern. Ecuador wirft der britischen Regierung weiterhin vor, dass sie angeblich mit einer Stürmung der Botschaft gedroht hätten. Dies wäre ein klarer Verstoß gegen das Wiener Übereinkommen über diplomatische Beziehungen. Die britische Regierung bestreitet solche Drohungen ausgesprochen zu haben.

( Quelle: SPON, 16.08.2012 )

Autor des Beitrags ist Rechtsanwalt & Strafverteidiger Dr. Böttner, Anwaltskanzlei aus Hamburg und Neumünster. Weitere Gerichtsentscheidungen und allgemeine Informationen zum Strafrecht und der Strafverteidigung finden Sie auf der Kanzlei-Homepage ...

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